DFG-Fördermittel von rund 27 Millionen Euro – Heidelberger Beteiligung an drei weiteren Verbünden
Mit zwei Anträgen – dem Antrag für einen neuen und dem Fortsetzungsantrag für einen bestehenden Sonderforschungsbereich – ist die Universität Heidelberg in der jüngsten Bewilligungsrunde der Deutschen Forschungsgemeinschaft erfolgreich. Neu eingerichtet wird der SFB 1550 „Molekulare Schaltkreise von Herzerkrankungen“, der an der Medizinischen Fakultät Heidelberg koordiniert wird. Ebenfalls dort angesiedelt ist der SFB 1129 „Integrative Analyse der Replikation und Ausbreitung pathogener Erreger“. Der Sonderforschungsbereich geht in seine dritte Förderperiode und wird damit die Förderhöchstdauer von zwölf Jahren erreichen. Für die beiden SFBs wurden Mittel in Höhe von insgesamt rund 27 Millionen Euro für eine jeweils vierjährige Förderphase bewilligt. Darüber hinaus sind Wissenschaftler der Ruperto Carola an drei weiteren Forschungsverbünden beteiligt – zwei Sonderforschungsbereichen und einem SFB/Transregio.
Der SFB 1550 „Molekulare Schaltkreise von Herzerkrankungen“ widmet sich der Fragestellung, wie angeborene und erworbene Ursachen – zum Beispiel Genmutationen oder Stoffwechsel-Volksleiden
infolge von ungesunder Ernährung oder mangelnder Bewegung – zur Entstehung von Erkrankungen des Herzens führen. Die Arbeit an dem neuen, an der Medizinischen Fakultät Heidelberg angesiedelten Sonderforschungsbereich basiert auf aktuellen Erkenntnissen, nach denen Funktionsstörungen des Herzens durch Veränderungen der Genexpression auf verschiedenen Ebenen verursacht werden. Um die Regulationsmechanismen in diesem Prozess vom Gen zum Genprodukt zu verstehen, nutzen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am SFB 1550 epigenetische, RNA-biologische und biochemische Methoden und kombinieren sie mit Stoffwechselforschung, komplexen patienten-orientierten Modellsystemen sowie mit computergestützten Analysen der Daten. Sie wollen damit herausfinden, welche spezifischen oder gemeinsamen molekularen Schalter als neue Zielstrukturen für maßgeschneiderte Therapien dienen können. Die Sprecherfunktion im Sonderforschungsbereich übernimmt Prof. Dr. Johannes Backs. Er ist Direktor des 2018 gegründeten Instituts für Experimentelle Kardiologie, einer Abteilung des Zentrums für Innere Medizin des Universitätsklinikums Heidelberg. Für die Forschungsarbeiten, in die auch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg, des European Molecular Biology Laboratory und des Deutschen Krebsforschungszentrums eingebunden sind, stehen Fördermittel in Höhe von rund 14 Millionen Euro zur Verfügung.