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DFG fördert neun neue Sonderforschungsbereiche

Themen reichen von virtuellen Lebenswelten über Zellmembrane bis zu Waldökosystemen / 111 Millionen Euro Fördermittel für zunächst vier Jahre

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) richtet zur weiteren Stärkung der Spitzenforschung an den Hochschulen neun neue Sonderforschungsbereiche (SFB) ein. Dies beschloss der zuständige Bewilligungsausschuss, der per Videokonferenz tagte. Die neuen SFB werden ab dem 1. Juli 2022 zunächst vier Jahre lang mit insgesamt rund 111 Millionen Euro gefördert. Darin enthalten ist eine 22-prozentige Programmpauschale für indirekte Kosten aus den Projekten. Zwei der neuen Verbünde sind SFB/Transregio (TRR), die sich auf mehrere antragstellende Hochschulen verteilen.

Zusätzlich zu den neun Einrichtungen stimmte der Bewilligungsausschuss für die Verlängerung von 19 SFB um je eine weitere Förderperiode, darunter sechs SFB/Transregio. Sonderforschungsbereiche ermöglichen die Bearbeitung innovativer, anspruchsvoller und langfristig konzipierter Forschungsvorhaben im Verbund und sollen damit der Schwerpunkt- und Strukturbildung an den antragstellenden Hochschulen dienen. SFB werden maximal zwölf Jahre gefördert. Ab Juli 2022 fördert die DFG insgesamt 276 SFB.

Der Sonderforschungsbereich „Molekulare Schaltkreise von Herzerkrankungen“ setzt sich mit Fragen zu Entstehung und Verlauf unterschiedlicher Typen von Herzversagen auseinander. Die beteiligten Forscherinnen und Forscher zielen darauf ab, individuelle, maßgeschneiderte Behandlungen für verschiedene Herzerkrankungen anbieten zu können. Sie integrieren dazu das Wissen über spezifische Ursachen, Signalwege und Phänotypen, indem experimentelle Daten und Patientendaten mit systembiologischen und mathematischen Modellierungsansätzen miteinander verknüpft werden. Auf diese Weise wollen sie die zugrunde liegenden „molekularen Schaltkreise“ von Herzerkrankungen entschlüsseln. (Universität Heidelberg, Sprecher: Professor Dr. Johannes Backs)

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